[Produkttest] Fit mit Fitbit 2

Mein Jahr mit Fitbit: Blaze für die allgemeine Fitness, Surge für den Wettkampf

Diesen Beitrag wollte ich schon seit Ewigkeiten schreiben und veröffentlichen. Aber es ist, wie es ist. Entweder kam etwas dazwischen oder die Muse blieb weg. Aus diesem Grund kommt er erst jetzt, dafür rundet er, wie ich denke, mein Fitnessjahr 2016 ab. Das passt ja auch irgendwie zum Dezember. Gleichzeitig zeigt er, was sich bei mir in den letzten zwölf Monaten geändert hat.

Mein Jahr mit Fitbit: Blaze für den Alltag, Surge für den Wettkampf

Mein Jahr mit Fitbit: Blaze für den Alltag, Surge für den Wettkampf

Ich gehöre zu den wenigen Menschen, die noch nicht vom Windows-Phone weggekommen sind. Nicht, dass ich die Umstellung auf ein Android nicht schaffen würde. Ich finde das Windows-System grundsätzlich in Ordnung. Der einzige Haken für mich ist die Knappheit an Applikationen. Kaum jemand setzt noch auf das aussterbende System, Hersteller von Fitnesstrackern und Laufuhren genauso wenig wie andere Anbieter. Deswegen kam ich letztes Jahr zu Fitbit: Damals die einzige bekannte Firma, die kompatible Geräte lieferte. Übrigens habe ich es vor der Surge mit der Garmin Forerunner 35 versucht. Obwohl es eine App für Windows-Phones gibt, wollte es nicht mit meinem Smartphone koppeln. Deswegen ging das Gerät leider zurück.

Im November 2015 habe ich die Applikation auf meinem Smartphone installiert, um mir zumindest schon mal die Funktionen anzuschauen. Ich habe sie ein paar Tage lang getestet: Lebensmittel eingetragen, Datenbanken durchforstet, einen Gewichtplan erstellt und weitere Kleinigkeiten unter die Lupe genommen. Dann ging es um die Auswahl des Trackers. Da es mein erster war, und ich damals noch nicht leidenschaftlich gelaufen bin, fiel meine Wahl auf die Charge HR. Wieso? Der Preis und der eingebaute Pulsmesser waren entscheidend.

Einen Bericht über meine kurze Zeit mit diesem Gadget habe ich bereits vor einigen Wochen verfasst. Damals habe ich unter anderem geschrieben, dass ich es „totgeschwitzt“ habe. Und das stimmt, denn bei diesem Fitbit löst sich das Band von dem Chip, sobald es feucht wird. Ich habe zwar nicht damit geduscht, aber scheinbar zu viel beim Sport geschwitzt. Zwei- bis dreimal habe ich den Tracker problemlos beim Hersteller umtauschen lassen, aber irgendwann habe ich einfach keine Lust mehr auf Reklamationen gehabt und die letzte defekte Charge HR zurückgegeben. Daher kam ich auf die Blaze (Juli 2016) und später die Surge (Ende Oktober 2016). Und nun habe ich beide in Betrieb und bin rundum zufrieden.

Verpackung und Lieferumfang

Da beide Fitnessgadgets neu um die 200 € kosten, überrascht die edle Verpackung nicht. Sie ist vielmehr angemessen.

Fitbit Blaze und Surge: die Verpackung

Fitbit Blaze und Surge: die Verpackung

Zum Lieferumfang gehören sowohl bei der Blaze als auch bei der Surge ein USB-Ladekabel und eine kurze Beschreibung, in der die ersten Schritte zur Inbetriebnahme erklärt werden. Auch gibt es zu beiden einen USB-Dongle für eine kabellose Synchronisation am PC/Laptop. Mit deinem Smartphone werden sie über Bluetooth verbunden.

Aufladen

Beide Geräte werden am PC/Laptop oder mithilfe einer USB-Verlängerung direkt an der Steckdose geladen. Um die Blaze zu laden, musst du sie aus der Fassung entnehmen und in eine „Lade-Kapsel“  (siehe Bild unten links) stecken. (Ein Vorteil ist hier, dass man somit das mitgelieferte Armband austauschen kann. Es gibt mittlerweile unzählige Ersatzbänder aus Kunststoff, über Edelstahl und Echtleder in verschiedenen Farben direkt von Fitbit bis hin zu den ausgefallensten Designs anderer Anbieter.) Zumachen, anschließen und das Laden beginnt. Die Surge lädst du, ohne sie demontieren zu müssen. Sind die Akkus voll, leuchten die Tracker auf (Blaze) oder vibrieren (Surge).

Fitbit Blaze und Surge: das Aufladen

Fitbit Blaze und Surge: das Aufladen

Synchronisation

Der erste riesengroße Unterschied zu der Charge HR: Die Synchronisation ist sowohl bei der Blaze als auch bei der Surge in wenigen Sekunden erfolgreich abgeschlossen. Ich nutze beide Geräte abwechselnd. Auch der Datenaustausch zwischen den Trackern, das Überschreiben der Daten und Übertragen an das Smartphone gehen sehr schnell. Bei der Charge HR dauerte der Vorgang zum Schluss mehrere Minuten bei täglicher Synchronisation. Es ist leider kein Einzelfall und wird von anderen Usern berichtet. Ein Plus also für die zwei hochwertigen Geräte.

Funktionen: Blaze für den Alltag und Surge für den Wettkampf

Beide Geräte funktionieren ungefähr ähnlich: Sie erfassen deine täglichen Aktivitäten wie Schritte, den Kalorienverbrauch, tracken deinen Puls, Schlaf und aktive Stunden. Du kannst dir Tagesziele setzen und dich im Laufe des Tages an den Fortschritt erinnern lassen. Dank der App kannst du Lebensmittel und Flüssigkeiten eintragen, damit du einen Überblick über die Kalorienzufuhr hast. Dabei wird die Datenbank meiner Meinung nach immer besser, zumindest für den deutschsprachigen Raum. In der Desktop-Version der App siehst du dann, wie viel Eiweiß, Kohlenhydrate oder Fett du zu dir genommen hast. Von verschiedenen Diagrammen, Wettkämpfen in den Fitbit-Communities etc. ganz abgesehen.

Screenshot Tagesgesamtwerte von der Fitbit-Desktop-App

Screenshot Tagesgesamtwerte von der Fitbit-Desktop-App

Die Blaze habe ich damals gekauft, weil man damit die Dienste von GPS nutzen konnte. Der Haken allerdings ist, dass man dafür das Smartphone braucht. Die Ortung wird zuerst über die App gestartet, dann ein Training initiiert – Laufen, Wandern oder Gehen – und erst dann läuft das Ortungssystem im Hintergrund. Anfangs fand ich es nicht schlimm, denn ein Smartphone hat man ja meistens dabei. Vor allem, wenn man weiter weg laufen geht. Falls mal was ist. Für einen Wettkampf fand ich es letztendlich zu umständlich: Willst du die Zeit stoppen, musst du erst den Bildschirm des Smartphones aktivieren, und dann ist es um die Genauigkeit getan. Man muss aber ganz klar sagen: Die Blaze ist keine Laufuhr, somit wird es nicht stören, will man sie als Smartwatch verwenden.

Screenshot (Desktopversion) Laufen mit GPS: Adventslauf Gießen am 27.11.2016

Screenshot (Desktopversion) Laufen mit GPS: Adventslauf Gießen am 27.11.2016

Bei der Surge ist der GPS-Empfänger eingebaut. Laufen – auch in Wettkämpfen – macht für mich also erst jetzt wirklich Spaß. Sie stoppt auf Knopfdruck die Aufzeichnung und startet diese genau so wieder. Die Surge zeigt dir bereits während des Laufs deine Pace, die Entfernung, Geschwindigkeit und den Puls. Zugleich bekommst du nach jeder gelaufenen Runde (voreingestellt auf 1 km), und durch ein leichtes Vibrieren signalisiert, eine kurze Zusammenfassung. Nach abgeschlossenem Training erfolgt eine Übersicht über Zeit und Distanz, Puls und Pace, Kalorienverbrauch und Schritte sowie Höhenmeter. Die Ansicht in der Desktopversion (Bild oben) ist mit einer Karte hinterlegt, sofern du mit GPS gelaufen bist. Hier muss man aber auch beachten, dass das Laufen selbst bei der Verwendung des Ortungssystems nicht immer 100 % genau getrackt wird. Was abgebildet ist, war eigentlich eine 10 km-Strecke. Daher sind die Pace-Werte leider auch nicht immer vollständig zuverlässig. Ähnlich wie das Laufen kannst du übrigens dein Training im Studio, einen Spaziergang oder eine andere Aktivität im Freien oder in einem Gebäude tracken und auswerten lassen.

Wie du auf dem Bild unten siehst, ist die Blaze das schlankere Modell. Die Surge ist etwas dicker, da der GPS-Empfänger seinen Platz benötigt. Im Grunde genommen erfüllt die Surge all meine Erwartungen vollkommen, und ich könnte auf die Blaze verzichten. Wenn die Surge eben nicht so klobig wäre. Was sie aber leider ist. Hätte die Surge die Maße von der Blaze, könnte ich auf ein Gadget verzichten. So ist es eben nicht. Daher verwende ich die letzte im Alltag und die Surge bei Wettkämpfen oder Trainings.

Fitbit Blaze und Surge im Vergleich

Fitbit Blaze und Surge im Vergleich

Ich habe hier sicherlich nicht alle Funktionen angesprochen oder erläutert. Das lässt sich kaum in einem Blogbeitrag gewährleisten, will man interessant sein und den Leser nicht verlieren. Auf jeden Fall hoffe ich, das Wichtigste genannt zu haben. Für mich habe ich mit der Blaze und mit der Surge zwei tolle Fitnesslifebegleiter gefunden. Wie ist es bei dir? Verwendest du einen Fitnesstracker? Oder eine Laufuhr? Und wenn ja, was ist dein Liebling?

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