[Laufen macht glücklich] Mein dritter 5km-Lauf

Mein dritter 5000 m-Lauf mit persönlichen Erfolgen

Sport und gesunde Ernährung waren für mich schon immer wichtig. Durch regelmäßigen Sport finde ich den Ausgleich zum beruflichen Alltag. Meine Erfahrungen möchte ich gerne mit anderen teilen. Vor einigen Wochen habe ich mich daher entschieden, aus meinem Fitfood-Blog einen Fitness-Food-Blog zu machen. In einer Hinsicht wird sich nichts ändern: Ich werde weiterhin meine selbst kreierten Kochrezepte für gesundes Fitness-Essen veröffentlichen. In Zukunft werde ich allerdings versuchen, hin und wieder Berichte von meinen sportlichen Aktivitäten zu schreiben. Diese findet Ihr dann in der Kategorie „Laufen macht glücklich“. 

Beginnen möchte ich mit meinem gestrigen Lauf über 5 km im Rahmen des 6. Lahnparklaufs in Wetzlar. Es ist letztlich auch deswegen, weil ich meine Bestzeit innerhalb von 7 Tagen zum zweiten Mal auf gleich langer Strecke verbessert habe. Zuerst bin ich 5000 m vor fast genau 10 Jahren bei Run’n’Roll for Help in Gießen gelaufen. Damals habe ich etwas über 30 Minuten gebraucht. Vor einer Woche habe ich wieder bei dieser Veranstaltung mitgemacht und mich um mehr als drei Minuten verbessert. Die Leistung hat mich besonders gefreut, denn fast nichts freut mich mehr, als mich zu steigern. Gestern wiederum habe ich meinen persönlichen Rekord mit 24:19 und einem Durchschnitt von 4’86“ pro Kilometer geschafft. Aber genug der Prahlerei. Nun zum Lauf selbst. 

Es war nicht einfach. Gestartet sind wir um 10:45 Uhr. Zu dem Zeitpunkt hatten wir schon um die 30 Grad. Kein Schatten weit und breit, keine Wolken in Sicht, wir wurden regelrecht von der gleißenden Sonne gegrillt. Mindestens zwei der Teilnehmer haben den Lauf leider nicht überstanden und mussten ärztlich versorgt werden. Einer von ihnen ist direkt neben mir gleich beim Start losgesprintet. Da habe ich mir schon gedacht, ob es mal gut geht. Dabei hatte er sogar die 10 km-Strecke vor sich. Zum Schluss haben seine Kräfte dann doch nicht gereicht, und er musste durch die Ziellinie getragen werden. 

Wie ist es denn so mit den Kräften? Auch ich frage mich immer, ob sie denn reichen werden. Der Lahnparklauf war erst mein dritter Lauf über 5 km überhaupt. Ich bin in dieser Hinsicht also kein Profi und möchte nicht behaupten, alles über die Ausdauer zu wissen. Zu finden bin ich eher im Fitnessstudio, und das Laufen auf einem Laufband ist selbstverständlich eine ganz andere Geschichte. Regelmäßig jogge ich erst seit drei bis vier Wochen. Trotzdem habe ich mir einen Mechanismus entwickelt, der scheinbar gut funktioniert.

Meine fünf Regeln beim Laufen

  1. Gute Vorbereitung. Es ist wichtig, vor dem Lauf zu trainieren. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Direkt vor dem Lauf versuche ich mich an derselben oder auch längeren Strecke alle zwei Tage. Und dazwischen lege ich Intervalle und vernünftiges Krafttraining ein.WhatsApp Image 2016-08-28 at 14.36.02 (1)
  2. Laufen mit Musik. Ganz egal, ob es regnet, oder ob die Sonne den Asphalt schmelzen lässt. Sehr wichtig ist für mich, meine Musik im Hintergrund zu haben und mich damit von der Anstrengung des Laufes gewissermaßen ablenken zu können.
  3. Kräfte richtig verteilen. Die erste Hürde ist für mich immer der erste Kilometer. Ungefähr nach zwei bis drei Minuten, wenn der Puls bereits bei etwa 170 Schlägen pro Minute ist, sage ich mir immer, dass alles gut wird. Es ist nie einfach, aber das Laufen an sich ist das Ziel. Und mit jedem Lauf überwindet man seine Schwäche und wächst daran. Hier ist schon wichtig, nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam zu laufen. Einfach sein eigenes Tempo an dem besonderen Tag zu laufen und es halten. Es macht für mich auch wenig sinn, mich anderen Läufen anzupassen. Was weiß ich schon von den anderen Teilnehmern? Natürlich kommen auch noch weitere schwache Momente, da man am besten alles hinschmeißen und auf der Strecke anhalten möchte. Aber: 
  4. Bloß nicht aufgeben. Wenn man mehr als die Hälfte geschafft hat, ist man so gut wie am Ziel. Es klingt vielleicht lustig, es ist aber so. Ungefähr 1,5 km vor dem Schluss kommt bei mir der „innere Wendepunkt“, an dem ich mich besonders motivieren muss. Dann sage ich mir immer wieder: „Guck, es ist nicht mehr weit. Du hast schon so viel geschafft. Du kannst jetzt nicht aufhören. Es sind vielleicht noch 10 Minuten. Die letzten 5 Minuten schaffst du locker. Die Zielgerade ist gleich zu sehen. Lauf!“
  5. Ab durchs Ziel. Es gibt nichts Schöneres beim Laufen, als das Ziel erreicht zu haben. Wenn ich die letzten 200 Meter vor mir habe und schon die Ziellinie sehen kann, gilt nur eines: Noch einmal alles geben, noch den letzten Sprint, gleich ist es vorbei…

Sicherlich gibt es noch weitere Regeln, aber für mich sind die oben genannten erstmal wichtig. Und einen Anspruch auf Vollständigkeit möchte ich gar nicht erheben. Laufen soll schließlich glücklich machen und Spaß bereiten. 

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Gestern bin ich in meinem Wettbewerb vierte von 58 Teilnehmerinnen und zweite in meiner Altersklasse geworden. Ich habe sogar einen Gymbeutel gefüllt mit tollen Preisen gewonnen. Dabei sein ist alles? Nicht diesmal. 

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Übrigens: Am 11. September laufe ich wieder. Diesmal in Frankfurt am Main im Rahmen von Lauf für mehr Zeit. Es ist ein Benefizlauf. Der Erlös geht zu 100 % an die AIDS-Hilfe Frankfurt e.V. Für mich noch ein Grund mehr zu laufen, denn mit meiner Teilnahme kann ich wieder, wie vor einer Woche in Gießen,  anderen helfen. Ich freue mich schon darauf. 

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2 Gedanken zu „[Laufen macht glücklich] Mein dritter 5km-Lauf

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